Therapie

Das größte in der Welt ist, sich selbst gehören zu können.
Montaigne

Viele  Menschen machen in ihrer Kindheit und später schwierige Erfahrungen, die nicht adäquat gelöst und bewältigt werden können. Dadurch kann es zu wachstums- und entwicklungshemmenden Auswirkungen kommen. Diese können sich auf das weitere Leben auswirken und die Entstehung von psychischen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen begünstigen.

Hier setzt Psychotherapie an. Durch die therapeutische Beziehung, durch Gespräche und verschiedene Methoden können Selbstheilungskräfte und Ressourcen aktiviert werden und zu innerem Wachstum und einem veränderten Umgang mit Problemen führen. In der Therapie  können sowohl das Selbstwertgefühl als auch die eigene soziale Kompetenz gesteigert werden.

Ziel einer Therapie ist die Umwandlung der einschränkenden Lebenshaltung und Sichtweise, sowie die Stärkung der eigenen Persönlichkeit. Die eigenen Fähigkeiten zur Lebensbewältigung und -gestaltung sollen ausreichend wiederbelebt und entwickelt werden.

In der Therapie wird nach einer Probestunde eine Vereinbarung über Inhalte, Art und Umfang der weiteren Arbeit getroffen. Hier stehen Ihre Wünsche und Ziele im Vordergrund. In der Regel wird nach ca. 5 Stunden eine Zwischenbilanz gezogen, um zu schauen, ob die Therapievereinbarung passt.

Ich arbeite schwerpunktmäßig mit den nachfolgend erklärten Therapietechniken.

 

Systemische Beratung/Therapie

Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen von den Dingen beeinflussen die Menschen

Die Systemische Therapie hat ihre Ursprünge in der Familientherapie und geht von der Grundhaltung aus, dass der Mensch in seinem gesamten Kontext zu sehen ist. Der Blick der Beraterin richtet sich in erster Linie auf Lösungen statt auf Probleme.

Systemische Beratung/Therapie orientiert sich an den Wünschen der Ratsuchenden, an Lösungen und vorhandenen Ressourcen. Sie verfügt dabei über eine große Methodenvielfalt, um in festgefahrenen Situationen eine Perspektiverweiterung anzuregen.

Hierbei können Veränderungen lediglich angeregt werden, die betroffene Person vollzieht die Umsetzung selbst in der ihr eigenen Art und Weise, als auch in ihrem eigenen Tempo.

 

Logo Biodynamik

Körperorientierte Psychotherapie
Biodynamik n. G. Boyesen

Über den Körper die Seele heilen

Die von der norwegischen Diplompsychologin Gerda Boyesen begründete Biodynamik ist eine tiefenpsychologisch fundierte, körperorientierte Psychotherapieform.

Der Begriff  biodynamisch verweist auf das Prinzip der natürlichen Lebensenergie, einer Kraft, die bewegt, lebendig macht und beseelt.

Ausgehend von der Grundannahme, dass das Blockieren der Lebensenergie eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von psychischen und psychosomatischen Beschwerden spielt, geht es in der Therapie darum, den Fluß der  ursprünglichen Lebensenergie wieder anzuregen. Ziel ist es, die jedem Menschen innewohnenden natürlichen Selbstregulations- und Selbstheilungskräfte wieder zu aktivieren. Mit Unterstützung der Therapeutin kann die Verarbeitung emotionaler Stressmomente gelingen.

Das Spektrum der Therapiemethoden wird eingesetzt in der präventiven Arbeit mit Entspannungsübungen gegen Stresssymptome bis hin zu ausführlicher Psychotherapie.

Grundlage ist das therapeutische Gespräch, dazu kommen geeignete Methoden aus der Körpertherapie, Imaginationsarbeit, Focussing, Atemtechniken etc.

Die biodynamische Körperpsychotherapie wird häufig als ein eher sanfter, aber sehr wirksamer Therapieansatz bezeichnet, der die psycho-physische Ganzheitlichkeit betont und daher bei vielen psychischen und psychosomatischen Beeinträchtigungen ein geeigneter Weg sein kann.

 

Traumatherapie

Körper- Ressourcen- und Systemorientiert

„Aus der Traumaforschung wissen wir, dass psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen häufig traumatische Erfahrungen als Ursache zugrunde liegen. Viele Betroffene verfügen ansatzweise über erstaunliche Selbstheilungskräfte, die es zu unterstützen und zu entfalten gilt.“
(nach Luise Reddemann 2001)

Ein traumatisches Erlebnis ist ein emotionaler Schock, bei dem alle zur Verfügung stehenden Stressbewältigungstechnikenals auch Abwehr- und Verarbeitungsmechanismen nicht mehr funktionieren.

Ursachen können einmalige Erlebnisse wie Naturkatastrophen oder Verkehrsunfälle sein. Aber auch stark belastende Erlebnisse wie sexualisierte oder häusliche Gewalterfahrung, Vernachlässigung einmalig oder über einen längeren Zeitraum hinterlassen Spuren in der Seele eines Menschen.

Nach einem traumatischen Ereignis haben fast alle Menschen unangenehme Gefühle, Gedanken und körperliche Missempfindungen. Diese halten eine Zeit lang an, bis sie wieder abklingen. Manchmal bleiben sie jedoch bestehen, es kommen unter Umständen immer wieder ungewollt Bilder, Gefühle und Gedanken auf. Diese können auch durch Außenreize aktiviert werden. Dazu können Schmerzen, Beschwerden und andere Krankheitsbilder kommen, für die zunächst keine Ursachen gefunden werden. Wir sprechen in diesem Fall von einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Bei posttraumatischem Stress ist es wichtig zu wissen, dass die Symptome  eine normale Reaktion auf  nicht normale (vielleicht in der Vergangenheit liegende ) Ereignisse sind.

In der Therapie geht es zunächst um Stabilisierung der eigenen Person, in dieser Phase werden Ressourcen und Fähigkeiten gestärkt. Dazu kommt das Erlernen von Techniken, um sich in bessere und sichere innere Zustände bringen zu können. Dabei kommen Methoden aus der Körper-, Ressourcen- und Systemorientierten Traumatherapie zur Anwendung.

Ziel der Therapie ist es, die eigene Handlungsfähigkeit zurückzuerlangen.

Kosten

Die Einzelstunde dauert 50 Minuten und kostet 70 Euro.
Die Kosten für Beratung und Therapie werden privat abgerechnet.